Hier nun relativ unkommentiert, DIe Prachtbauten entlang des Swan Rivers zwischen Fremantle und Perth.
Samstag, 22. Januar 2011
Mittwoch, 19. Januar 2011
Für besondere Verdienste
Ich beantrage hiermit, das man mir einen Orden verleiht. Nicht die "Hundeführermedallie an der Schleppe". Nen richtigen, wegen besonderer Verdienste für die Menschheit oder so.
Ich habe heute ein weibliches Wesen, geschätzt in den Zwanzigern, vorm Hostel in Richtung Innenstadt laufen sehen, als ich vom Arbeiten kam. Mit dem ersten urteilenden Blick hab ich mir gedacht: Die ist Deutsch.
Auflösung: Sie wohnt im Hostel, ist Deutsch und über zwanzig. Daher beantrage ich die Medallie für solch eine Leistung auf dem Gebiet der Völkerkunde.
Dienstag, 18. Januar 2011
Ausflug nach Fremantle
Neulich war ich in Fremantle. Fertig. So, jetzt wollt ihr wieder wissen wie es weiter geht, ne?
Hab ich mir gedacht. Nun gut.
Die Fachwelt ist sich nicht sicher ob es ein Stadtteil von Perth ist oder eine eigenständige Ortschaft/ Stadt/was auch immer. Tatsache ist das es im Großraum Perth liegt und mit dem Zug für $3,70 zu erreichen ist. Damit ist es für mich ein Stadtteil. Aber der aufmerksame Leser weiß ja schon das sich Perth aus einzelnen Gemeinden zusammen setzt. Fremantle liegt an der Mündung des Swan Rivers in den Indischen Ozean.
Die Stadt hat den Ruf das exzentrische Gegenstück zu Perth zu sein. Tatsache ist, dass der Ortskern von ein schöner willkommener Gegensatz zu Perth ist. Um nach Fremantle zu kommen kann man einfach den Nahverkehrszug nehmen und bis an die Endhaltestell fahren. Das dauert knapp ne halbe Stunde und ist nicht so richtig spektakulär. Unterwegs fährt man am Scarborough Beach vorbei. Das ist einer der Perth’schen Hausstrände und zu jeder Zeit mit Touristen gefüllt. Da soll vor geraumer Zeit aber auch ein Hai gesichtet worden sein, weswegen die eine Schweizerin beschlossen hat, das sie an den nicht so schnell wieder geht. Ich selbst war noch nicht dort, hab es mir aber fürs nächste Wochenende vorgenommen. Schon allein, weil mein Chef mich seit vier Wochen löchert, dass ich da hin soll. Der Bahnhof liegt in Fremantle direkt am Hafen. Dadurch ergibt sich als einzige Laufrichtung bei Ankunft direkt die Innenstadt. Die Innenstadt besteht aus ein paar sehr schönen Bauten die alle samt noch ihr viktorianisches Aussehen haben. Einziger Unterschied ist, das sie im Erdgeschoss eigentlich immer drei Arten von Geschäften haben. 1. Kaffee 2. Second Hand Handlung 3. Esoterik und Kunstkrempel. Ich denke das genau von dieser Mischung her auch der exzentrische Eindruck entsteht. Am Rathaus war am Samstag Markt, jedoch nichts Brauchbares dabei. Nur so die Abteilung mundgeklöppelter Topfhalter in verschiedenen Farben und so ‘n Kram.
Erster Anlaufpunkt für mich war das berühmte Fremantle Prison. Dieser Bau ist mit einer der ältesten und noch komplett erhalten. Es gibt allein vier verschiedene Touren, welche durch das Gebäude und die Anlagen führen. Was eine Tour kostet, verrate ich lieber nicht. Ich hab quasi die Standardtour genommen, die geht so 75 Minuten. Man erfährt viel über das Gefängnis, die Insassen und die Veränderungen in den über 130 Jahren, in denen das Gefängnis genutzt wurde. Die Highlights der Tour in Kurzform. Der jüngste Insasse war gerade mal neun Jahre alt. Die Kapelle ist noch immer geweiht und in unregelmäßigen Abständen werden Trauungen darin durchgeführt. Es existiert noch der Galgen, welcher auch benutzt wurde. <- Man beachte meinen subtilen Übergang von Eheschließung zu Exekution. Lebensende mit drei Buchstaben ;-) Die Zellen sind eine ganz andere Welt als in modernen Gefängnissen. Weiterstadt könnte sich hier von mal ne Scheibe abschneiden – als krimineller wird man bei uns viel zu sehr verwöhnt... Bis zu seiner Schließung 1991 gab es z.B. immer noch keine Toiletten in den Zellen sondern Eimer. 1991! Fast nicht vorstellbar. Ich persönlich, hätte den ganzen Tag in dem Bau rumlaufen können, was jedoch nicht erlaubt ist. Bilder hierzu gibt es später, ich werde dann auch etwas mehr zu den einzelnen Motiven, welche ich durch meine Kamera in digitaler Form optisch festgehalten habe, erzählen. Man kann einen Elefanten auch auf hundert Seiten beschreiben oder eben einfach ein Bild zeigen.
Über die Fremantle Markets bin ich dann wieder in die Innenstadt. Auf den Markets hab ich mir eine Bretzel gekauft. Eine Bretzel, Kostenpunkt $2,50. Beim Ditsch in Mannheim im Hauptbahnhof gibt es die für 1,10€ oder 1,20€ zusammen mit nem Kaffe für 1,00€ mein liebstes Frühstück wenn ich mit der Bahn wohin fahre. Wo war ich? Fremantle Markets. Dort gab es auch das Angebot der „Bratwurt in the roll“. Aber noch teurer als in Perth. Die Märkte selbst sind vergleichbar mit Paddys Market in Sydney. Von frischem Obst, über Kram den Niemand braucht, bis hin zu Andenken, alles vertreten. Nachdem ich dann die Innenstadt einmal durchquert hatte und mich über die Gebäude der Notre Dame Universität gewundert habe, kam ich zum Roundhouse. Das Roundhouse war das erste Gefängnis in Fremantle und stammt aus der Zeit, bevor man in England die Idee hatte Verbrecher zu verschiffen. Erwiesenermaßen ist es das älteste Gebäude in Western Australia. „Gebäude“ Ich hab noch nie ein Gebäude ohne Dach gesehen. Ich weiß nicht ob das gewollt ist oder einfach abhanden gekommen ist. Die Leute vor Ort haben zumindest nicht gesagt das was fehlt. Nach einem kurzen Ausflug in den Yachthafen bin ich dann in das Shipwreck Museum. Ich als alter Seefahrer, fand das jetzt nicht so spannend. Bis auf die Kanonen. Kanonen gehen immer. Sollte sich übrigens Jemand fragen wo der Silberschatz der Familie abgeblieben ist, welcher damals auf dem Schiff war, welches leider gesunken ist, der liegt in Fremantle im Museum. Nach dem Museum war es dann ungefähr halb drei. Nachdem ich noch etwas umhergestreunt bin, hab ich mich mal in den Hafen begeben. Das Westaustralische Maritime Museum konnte mich nicht begeistern einen Fuß hinein zu setzen. Vielleicht wenn ich das nächste Mal in Fremantle bin. Was hab ich nun im Hafen gemacht? Naja, wenn hier der Swan River in den Ozean mündet und vorher durch Perth fließt, wäre es doch eine nette Idee mit der Fähre zurück zufahren. Die Idee stammt übrigens aus der Bibel. Also dem Lonely Planet Reiseführer Australien. Wie überall in Australien ist der Fährbetreiber Capitan Cook Cruises. Ich weiß nicht ob das australienweit ein Unternehmen ist oder ob man hier bei Anmeldung eines Fährbetriebs automatisch Cpt. Cook genannt wird. Auf jeden Fall hab ich gerade noch die letzte Fähre des Tages bekommen. War also ganz gut, dass ich nicht im Museum war. Die Fahrt zurück nach Perth gab es dann schon für unglaubliche $22. Wer erinnert sich was die Zugfahrt gekostet hat? Richtig $3,70. Dafür gab es Kaffee und Tee für lau. Toll, bei über 30°C. Da hab sogar ich verzichtet. Immerhin gab es noch das Angebot einer kostenlosen Weinprobe. Ich war gewillt dieses zu nutzen „free booze“, bis das Ehepaar neben mir (Deutsche) mit ihren „Gläsern “ ankamen. Den Wein gab es in der Größenordnung 50 ml ausm Plastikbecher. Das war mir dann doch etwas zu armseelig und ich habe auch dieses Angebot ausgeschlagen. Dafür konnte ich einige unglaubliche Bilder von den Villen am Fluss machen. Sollte ich mich mit Informatik zum Schluss doch vertan haben, schwenke ich um zu Architekturfotogaf. Es gibt nichts interessanteres als Bauwerk abzulichten.
Nach etwas über einer Stunde Fahrzeit legten wir dann in Perth an. Hier war ich dann erst mal überrascht. Hier hat Jemand ohne mich zu fragen ein Festivalgelände aufgebaut. Summadayze war in der Stadt. Ein Festival für elektronische Musik. Wenn es nicht ganz so affig teuer gewesen wäre und nicht schon zur Hälfte rum, hätte ich mir den Spaß vielleicht gegönnt. So aber bin ich daran vorbei gelaufen, hab nen Blick rein geworfen und hab den Abend dann doch im Hostel verbracht.
Fremantle ist definitiv eine Reise wert. Vielleicht werde ich mich nächste Woche nochmal auf den Weg dorthin machen. Dann komme ich vielleicht auch in Museum oder noch mal ins Gefängnis zu einer anderen Tour… ;-)
Die Bilder werden gesondert nachgeliefert. Das sind so viele, das ich die diesmal wahrscheinlich teilen muss. Das seht ihr ja dann…
Sonntag, 16. Januar 2011
Perth City YHA Hostelführer
Woran merkt man eigentlich, dass man schon viel zu lange in ein und demselben Hostel wohnt. Nun wie wäre es mit der Idee einen eigenen Führer für die Unterkunft zu schreiben? Ist das nicht mal ein gutes Indiz? Nachdem wir die Sachlage geklärt haben, folgt nun der Hostelführer Perth City YHA. Check In ab 13.00 Uhr. Davor und danach hat man die Möglichkeit sein Gepäck im Luggage Storage Room zwischenzulagern. Dieser befindet sich in der Verlängerung der Rezeption genau neben dem Waschraum. Wie jeder Gepäckaufbewahrungsraum müffelt auch dieser fünf Kilometer gegen den Wind nach einer unbeschreiblichen Mischung, auf welche ich nicht weiter eingehen möchte. Weiterhin befinden sich im Erdgeschoss die Packaz Bar, welche sich (warum auch immer) in englischer Hand befindet. Ich glaube, selbst wenn kein einziger Engländer im Hostel wohnt, sitzt die Bar voll davon. Ich bin sogar der Meinung, dass einer der Zapfhahnbediensteten ein Engländer ist. Außerdem findet man seit Dezember 2010 einen internationalen Geldautomaten im Erdgeschoss, sowie eine hochmoderne automatische Schließfachanlage, welche ebenfalls im Dezember installiert wurde. Im Unterschied zum Geldautomaten wurden die Schließfächer nach der Installation jedoch gleich mit einem Schild „Out of order“ ausgestattet. Im Erdgeschoss befinden sich ansonsten die Zimmer der gehobenen Klasse. Also Familienzimmer, Einzel- und Zweibettzimmer. Im zweiten und dritten Stock befinden sich dagegen die Dorms, also Unterkünfte für Gesindel, Wegelagerer, Verbrecher und Rucksacktouristen.
Auf der Zwischenetage 1A ist die Küche und Essraum. Außerdem die Internet Lounge sowie das Lesezimmer. Das Lesezimmer ist so zwei auf vier Meter und meistens von Laptopbenutzern besetzt, da es auch hier Tische mit Steckdosen gibt, jedoch ohne die Primaklima, welche die Internet Lounge ab 22.00 Uhr auf gefühlte -3°C kühlt. Wenn in der Internet Lounge übrigens dumpfe Schläge zu hören sind, ist das das Fenster links oben in der Ecke. Da fehlt die Verriegelung, weswegen es bei Wind auf und zu schlägt. Die Lichtschalter der Internet Lounge befinden sich im Gym, welches auch auf dieser Etage ist. Da es sich hierbei um den vorderen Teil, also dem Altbau handelt, ist es ein Erlebnis, wenn das Gym in Benutzung ist. Wenn die Gewichte auf den Boden fallen oder mein Favorit das Laufband benutzt wird, dopsen alle Geräte in der Internet Lounge, weil der Boden mitschwingt. Die Küchen sind groß und sauber – kommt halt drauf an, wann man kocht. Ich hab mir angewöhnt am Wochenende immer zwischen 16.00 und 17.00 Uhr zu kochen, denn da kocht kaum Jemand anderes. Ab 19.00 Uhr kann man es dann aber knicken, zu der Zeit will das ganze Hostel auf einmal die Küche benutzen. Mir persönlich ist das zu spät.
Die Küchen werden jeden Tag geputzt. Wobei man sich morgens gelegentlich wundern muss, was Leute nachts veranstalten. Es gibt schon Leute, zu den möchte ich nie eingeladen werden. Wer sich übrigens in die Kücheneinrichtung verliebt und Teller, Pfanne und Co. für daheim haben will, es kommt alles von einem großen schwedischen Möbelhaus, dessen Namen ich hier aus Wettbewerbsgründen nicht nennen möchte. Der Chef ist Ingvar Kamprad aus Elmtary, Agunnaryd.
Zweiter Stock: Ausweichmöglichkeiten zum Duschen. Perth ist das einzige Hostel in dem ich bis jetzt war, an dem am Tag alle zwei Stunden die Duschen und WCs geputzt werden. Das ist mehr als sauber. Außerdem werden jeden Tag die Mülleimer geleert, das war nicht überall der Fall bisher. Und es wird jeden Tag das komplette Hostel gesaugt bzw. raus gewischt. Also alles in allem sehr sauber. Selbst für ein YHA, welche ja generell sehr vorbildlich sind (Darwin ausgenommen) ist Perth schon sehr empfehlenswert. Zum Thema Duschen. Im dritten Stock sind die Duschkabinen 1 & 2 zu empfehlen. Nummer 3 ist etwas verkalkt, da kommt nicht immer so die Menge Wasser raus, die man bräuchte. Sollte man auf die Idee kommen Duschen zu gehen, wenn gerade geputzt wird und man auf den zweiten Stock ausweichen muss, empfehlen sich die Kabinen 2 & 3. In der ersten kann man mit dem Strahl Stein schneiden. Es gibt hier übrigens kein kaltes Wasser. Also nicht richtig. Die Wassertemperatur ist wie das Klima im Zentrum: „Heiß“ oder „Verdammt Heiß“. Die Toiletten sind im Prinzip sauber. Nur das nach allen 10.000 Benutzungen eben auch mal die Klobrille ausgetauscht werden muss. Deswegen hierfür die Reihenfolge: Stockwerk Nummer 1, gefolgt von 3 und dann erst 2. Was man beim Umbau, aus welchen Gründen auch immer, vergessen hat sind Urinale. Die wären ein echter Gewinn, denn von den drei Toiletten pro Stockwerk möchte man eigentlich maximal zwei benutzen... Weibliche Gäste benötigen übrigens ihren Zimmerschlüssel um die femininen Sanitäranlagen betreten zu können. Ich weiß das auch nur, weil die eine Schweizerin mal gefragt hat ob sie meine Karte haben kann, damit sie auf Toilette kann. Sie kam übrigens damit nicht rein. Was mich jetzt zur Frage führt, warum die Herrentoiletten kein Schloss haben. Wildgewordene Amazonen könnten also jederzeit das männliche Refugium übernehmen und dort grausam wüten. Gibt es in Australien eigentlich ein Gleichstellungsgesetz? Und was hat man denn hier für eine Meinung über die männlichen Gäste?
Auf Zwischenetage 2A befindet sich die Vergnügungszone. Billardtisch und Kicker, Benutzung gegen Bares. Außerdem die großen Ledersessel, in denen man auch mal die halbe Nacht sitzen kann und quatschen. Es wurde auch schon beobachtet, dass einige Leute in den Sesseln übernachtet haben. Gründe? Überlasse ich jetzt mal der Fantasie der Leser. Ansonsten gibt es hier noch den Fernsehraum und die beiden Raucherterrassen. Eigentlich Balkone mit Rauchverbot – naja. Und ganz wichtig: Book Exchange.
Das war es im Großen und Ganzen, was ich zum YHA Perth City sagen kann. Ein schönes sauberes Hostel.
Auf der Zwischenetage 1A ist die Küche und Essraum. Außerdem die Internet Lounge sowie das Lesezimmer. Das Lesezimmer ist so zwei auf vier Meter und meistens von Laptopbenutzern besetzt, da es auch hier Tische mit Steckdosen gibt, jedoch ohne die Primaklima, welche die Internet Lounge ab 22.00 Uhr auf gefühlte -3°C kühlt. Wenn in der Internet Lounge übrigens dumpfe Schläge zu hören sind, ist das das Fenster links oben in der Ecke. Da fehlt die Verriegelung, weswegen es bei Wind auf und zu schlägt. Die Lichtschalter der Internet Lounge befinden sich im Gym, welches auch auf dieser Etage ist. Da es sich hierbei um den vorderen Teil, also dem Altbau handelt, ist es ein Erlebnis, wenn das Gym in Benutzung ist. Wenn die Gewichte auf den Boden fallen oder mein Favorit das Laufband benutzt wird, dopsen alle Geräte in der Internet Lounge, weil der Boden mitschwingt. Die Küchen sind groß und sauber – kommt halt drauf an, wann man kocht. Ich hab mir angewöhnt am Wochenende immer zwischen 16.00 und 17.00 Uhr zu kochen, denn da kocht kaum Jemand anderes. Ab 19.00 Uhr kann man es dann aber knicken, zu der Zeit will das ganze Hostel auf einmal die Küche benutzen. Mir persönlich ist das zu spät.
Die Küchen werden jeden Tag geputzt. Wobei man sich morgens gelegentlich wundern muss, was Leute nachts veranstalten. Es gibt schon Leute, zu den möchte ich nie eingeladen werden. Wer sich übrigens in die Kücheneinrichtung verliebt und Teller, Pfanne und Co. für daheim haben will, es kommt alles von einem großen schwedischen Möbelhaus, dessen Namen ich hier aus Wettbewerbsgründen nicht nennen möchte. Der Chef ist Ingvar Kamprad aus Elmtary, Agunnaryd.
Zweiter Stock: Ausweichmöglichkeiten zum Duschen. Perth ist das einzige Hostel in dem ich bis jetzt war, an dem am Tag alle zwei Stunden die Duschen und WCs geputzt werden. Das ist mehr als sauber. Außerdem werden jeden Tag die Mülleimer geleert, das war nicht überall der Fall bisher. Und es wird jeden Tag das komplette Hostel gesaugt bzw. raus gewischt. Also alles in allem sehr sauber. Selbst für ein YHA, welche ja generell sehr vorbildlich sind (Darwin ausgenommen) ist Perth schon sehr empfehlenswert. Zum Thema Duschen. Im dritten Stock sind die Duschkabinen 1 & 2 zu empfehlen. Nummer 3 ist etwas verkalkt, da kommt nicht immer so die Menge Wasser raus, die man bräuchte. Sollte man auf die Idee kommen Duschen zu gehen, wenn gerade geputzt wird und man auf den zweiten Stock ausweichen muss, empfehlen sich die Kabinen 2 & 3. In der ersten kann man mit dem Strahl Stein schneiden. Es gibt hier übrigens kein kaltes Wasser. Also nicht richtig. Die Wassertemperatur ist wie das Klima im Zentrum: „Heiß“ oder „Verdammt Heiß“. Die Toiletten sind im Prinzip sauber. Nur das nach allen 10.000 Benutzungen eben auch mal die Klobrille ausgetauscht werden muss. Deswegen hierfür die Reihenfolge: Stockwerk Nummer 1, gefolgt von 3 und dann erst 2. Was man beim Umbau, aus welchen Gründen auch immer, vergessen hat sind Urinale. Die wären ein echter Gewinn, denn von den drei Toiletten pro Stockwerk möchte man eigentlich maximal zwei benutzen... Weibliche Gäste benötigen übrigens ihren Zimmerschlüssel um die femininen Sanitäranlagen betreten zu können. Ich weiß das auch nur, weil die eine Schweizerin mal gefragt hat ob sie meine Karte haben kann, damit sie auf Toilette kann. Sie kam übrigens damit nicht rein. Was mich jetzt zur Frage führt, warum die Herrentoiletten kein Schloss haben. Wildgewordene Amazonen könnten also jederzeit das männliche Refugium übernehmen und dort grausam wüten. Gibt es in Australien eigentlich ein Gleichstellungsgesetz? Und was hat man denn hier für eine Meinung über die männlichen Gäste?
Auf Zwischenetage 2A befindet sich die Vergnügungszone. Billardtisch und Kicker, Benutzung gegen Bares. Außerdem die großen Ledersessel, in denen man auch mal die halbe Nacht sitzen kann und quatschen. Es wurde auch schon beobachtet, dass einige Leute in den Sesseln übernachtet haben. Gründe? Überlasse ich jetzt mal der Fantasie der Leser. Ansonsten gibt es hier noch den Fernsehraum und die beiden Raucherterrassen. Eigentlich Balkone mit Rauchverbot – naja. Und ganz wichtig: Book Exchange.
Das war es im Großen und Ganzen, was ich zum YHA Perth City sagen kann. Ein schönes sauberes Hostel.
Samstag, 15. Januar 2011
Bücher - Kaffee - Freude
Ich hab sie gefunden die australische Quelle ewig währender Freude und Glückseligkeit. Der Satz stammt glaub ich aus ‘ner Ü-Ei Werbung in den 90ern. Zurück zur Quelle, namentlich Gloria Jean’s Coffee. Das ist eine ganze Kette, welche hauptsächlich in den Innenstädten präsent ist. Ich hab die schon öfters gesehen, das war es aber auch. Bei meinem Streifzug bin ich heute im Borders bei Gloria Jean’s hängen geblieben. Borders ist eine Buchhandlung. Der dritte Buchladen in dem ich heute war. Dazu gleich mehr. Auf jeden Fall hat irgendein findiger Geschäftsmann oder Geschäftsfrau, wir sind ja politisch korrekt, die wundervolle Idee gehabt einen Coffeeshop in die Buchhandlung zu integrieren. Einen Nobelpreis für die Idee, der Laden brummt. Als ich also durch die Gänge gestreift bin, überkam mich die Lust auf einen Kaffee, weswegen ich mich vorsichtig der Theke näherte. Was es da alles gibt! Jede Menge Kaffee heiß und kalt. Kaffeestücke, Cookies, etc. – das war schon ziemlich nah dran am Paradies. Ich hab mir dann einen Kaffee Latte in der Größenordnung „regular“ bestellt - nur $4,25. Die Bestellungen werden mit Namen erfasst und wenn der Kaffee fertig ist, wird man aufgerufen. Ich heiße jetzt Lauchlan. Auch nett. Wenn ich alle Namen in meinen Pass eintragen lasse, welche ich hier schon hatte, bekomme ich einen zum ausklappen. ;-) Also in Zukunft wird gelegentlich durch die Innenstadt gelaufen – auch wenn es nur Mittel zum Zweck ist um bei Gloria Jean’s einzukehren.
Was ich überhaupt in drei Buchhandlungen gemacht hab? Also ich habe diese Woche von Jordan Belfort das Buch „The Wolf Of Wall Street“ beendet. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Das gibt es bei Amazon in Englisch sogar billiger als auf Deutsch. Lest es, am besten im Original! Das ist großartig. Ich hab dermaßen gelacht beim Lesen, das ist nur schwer vorstellbar. Das ist eine Biografie, eben von Jorden Belfort, der Ende der 80er, Anfang der 90er an der Wall Street mit seinem Unternehmen ein Vermögen gemacht hat. Und da war er grad mal 30. Auf jeden Fall erzählt er in dem Buch wie er das Vermögen macht und gleichzeitig wieder ausgibt für Luxus, Nutten und Drogen. Das ist soooo geil geschrieben. Wer grad nichts zum Lesen hat, legt euch das Buch zu. Das ist einfach nur gut, sehr gut sogar. Davon gibt es ne Fortsetzung, welche ich mir kaufen wollte, bis ich den Preis von $25 gelesen habe. Kauf vertagt bis ich wieder daheim bin, da ist es billiger. Schade eigentlich.
Zum Schluss, kann ich euch nur noch mal das Buch ans Herz legen. Wer es nicht auf Englisch lesen will, soll eben das Deutsche nehmen, das wird auch gut sein.
Was ich überhaupt in drei Buchhandlungen gemacht hab? Also ich habe diese Woche von Jordan Belfort das Buch „The Wolf Of Wall Street“ beendet. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Das gibt es bei Amazon in Englisch sogar billiger als auf Deutsch. Lest es, am besten im Original! Das ist großartig. Ich hab dermaßen gelacht beim Lesen, das ist nur schwer vorstellbar. Das ist eine Biografie, eben von Jorden Belfort, der Ende der 80er, Anfang der 90er an der Wall Street mit seinem Unternehmen ein Vermögen gemacht hat. Und da war er grad mal 30. Auf jeden Fall erzählt er in dem Buch wie er das Vermögen macht und gleichzeitig wieder ausgibt für Luxus, Nutten und Drogen. Das ist soooo geil geschrieben. Wer grad nichts zum Lesen hat, legt euch das Buch zu. Das ist einfach nur gut, sehr gut sogar. Davon gibt es ne Fortsetzung, welche ich mir kaufen wollte, bis ich den Preis von $25 gelesen habe. Kauf vertagt bis ich wieder daheim bin, da ist es billiger. Schade eigentlich.
Zum Schluss, kann ich euch nur noch mal das Buch ans Herz legen. Wer es nicht auf Englisch lesen will, soll eben das Deutsche nehmen, das wird auch gut sein.
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