Samstag war Reisetag, endlich mal wieder. Wie angekündigt habe ich mich von Western Australia nach South Australia bewegt. Damit wieder in Richtung Ausgangspunkt meiner Reise begeben und bin gleichzeitig zeittechnisch wieder etwas weiter von Deutschland weg gerückt.
In einem Land mit diesen Ausmaßen ist die Bewältigung einer Strecke mittels Flugzeug ganz gewöhnlich. Da unterscheidet sich Australien nicht von Amerika. Flug war gebucht Flughafen Transfer auch. Hintergedanke war, dass ich früh genug am Flughafen bin, damit ich bei Check In noch nen Fensterplatz ergattern kann. Also stand ich um zehn nach zehn mit meiner Tasche vorm Hostel und hab auf den Transferbus gewartet. Leider stand ich um zwanzig nach noch immer da. Ich hab dann im Hostel nachgefragt, die dann bei der Firma nachgefragt haben. Ergebnis war: Als meine Reservierung am Freitagmittag gegen 17.00 Uhr gemacht wurde, hat die Dame mich für den 10.10 Uhr Bus eingetragen nur eben auch am Freitag. Was zwar prinzipiell totaler Unfug ist aber ein System ist nur so gut, wie der der es bedient. Auf jeden Fall, haben sie dann schnell eingerichtet das ich den Bus um elf Uhr nehmen kann. Immer begleitet von der großen Aussage, das mir da noch locker reicht. Das wusste ich selbst. Ich wollte ja nur so früh sein um einen mir genehmen Platz zu bekommen. Am Flughafen angekommen, sehr praktisch Quantas und JetStar (was auch Quantas ist) teilen sich eine eigenen Teil des Terminals. Das ist wie bei Lufthansa einchecken in Frankfurt: Terminal 1. Wo genau? Überall! Also so in etwa. Dann hab ich aber mal dumm geschaut. Es gibt in Perth bei Quantas keine Schalter. Da stehen ein paar Computerterminals und es springen fünf bis sechs Figuren rum, welche im Zweifelsfall gefragt werden können, während sich jeder Passagier selbst eincheckt. Großes Kino. Bis ich mich dann durch dieses Terminal gewühlt hatte, waren nur noch Mittelplätze frei. Mist! Naja, was will ich machen? Hab mir dann halt einen rausgesucht und den Vorgang beendet. Ticket und das Ding für die Tasche ausgedruckt und zur Taschenaufgabe gedackelt. Tasche aufs Band gestellt. Papierfetzen dran und ab damit. Ich war sogar noch 1,2 kg unterm Limit. Ich hätte also die beiden T-Shirts welche ich im Hostel ‘vergessen‘ habe mit nehmen können. Nee, ist schon gut, das die weg sind. Dann bin ich durch die Sicherheitsschleuse – ohne zu hupen. Diesmal auch kein Sprengstofftest alles im grünen Bereich. Ne halbe Stunde bis zum Boarding. Ich hab mir dann als Frühstück/Mittagkombination eine Portion Wedges und ne Cola geholt, das war vielleicht günstig... Der Flieger kam aus Melbourne und hatte Verspätung. Dadurch konnte ich noch etwas mehr Zeit im schönen Perth verbringen. Letztlich konnte ich dann aber doch ins Flugzeug. Juhu. Als erstes kam ein Knilch, der mir schon im Terminal aufgefallen war, der saß natürlich am Fenster. Naja, dann kam aber so die Abteilung alte starrsinnige Frau, die hatte den Platz am Gang. Die kam erst mal und hat mir den Rücken hin gestreckt. Dann sollte man ab einem gewissen Alter überlegen ob man Kleidung trägt mit oder ohne Ärmel. Wenn man den Arm hebt und die Haut weghängt wie die Flughäute von Fledermäusen, sollte man nicht mehr in Trägerkleid rumlaufen. So jetzt saß ich in meinem Sitz und bei gewissen Dingen, wie zum Beispiel umblättern des Buches, ist mein Ärmel, nicht mal mein Arm, nur mein Hemd gegen ihren Oberarm gekommen. Irgendwann hab ich gedacht, jetzt sitz sie gleich auf Boden, im Gang. Die hat sich wirklich ganz an die Lehne gedrückt. Was noch viel schlimmer war, wenn sie beim rätseln was geschrieben hat, kam sie aus Versehen gegen meinen Arm. Die hat dann als so entnervt gestöhnt, das war schon oscarreif. Ich hab dann nach dem Take Off meinen iPod aktiviert und mein Buch gelesen. Rein zufällig hab ich dafür beide Lehnen gebraucht. Dem Knilch war es egal und die Alte war mir egal. Lustig fand ich, wenn als einer Essenswagen vorbei kam, da hat sie sich nämlich immer grad hinsetzen müssen, damit sie ihr nicht die Rübe rasieren. Die hat auch sehr konsequent nicht mit mir gesprochen. Vorm Aussteigen aber schon im Gang stehen, wenn die Türen noch zu sind und beim rumfuchteln mitm Stock die Leute andauernd antippen. Ganz großes Kino war natürlich das Essen. Bei dem großen Platzangebot, kommt man sich ja zwangsläufig ins Gehege. Ich hab als nicht mal rüber geschaut. Prädikat: Doofe Nuss. In Adelaide angekommen, hab ich dann meine Tasche geholt, Ticket für den Transfers gelöst und dann erst mal gewartet. Der kam erst 45 Minuten später. Leider ist Adelaide um einiges kälter als Perth. Nicht unangenehm aber doch schon eine Wetteränderung. Am Rande erwähnt, sei die Tatsache, da ich ein Flugzeug betreten habe, den Bundesstaat gewechselt habe, ohne ein einziges Mal nach meinem Pass gefragt worden zu sein. Sehr sonderbar. Es war zwar ein Inlandsflug aber nen Ausweis, hab ich bis jetzt eigentlich immer zeigen müssen.
Mit dem Transferbus ging es dann nach Adelaide rein. Da das YHA als letztes angefahren wurde, gab es quasi eine Stadtführung mit dem Bus gratis. Da es jedoch schon acht war, wurde es auch schon dunkel. Eingecheckt, Zimmer bezogen, festgestellt, dass ich einen Schweizer auf dem Zimmer hab, auch aus dem Raum Basel, es war aber nicht der aus Perth. Da der Supermarkt um die Zeit schon zu hat, gab es ein Twix vom Convinence Store und das war es. Abends noch emails geschrieben und dabei festgestellt, dass ich mich erst wieder an dieses Hostelleben gewöhnen muss. Im Vergleich ist Perth ein Friedhof und Adelaide ein Rummel. Ein Haufen Leute in Aufenthaltsraum und die reden auch noch alle. Sehr schön ist, das hier der Essbereich übergeht in einen Lounge artigen Aufenthaltsbereich. Man trifft also andere Leute zwangsweise, wenn man nicht auf dem Zimmer rumgammeln will. Natürlich saß am Nachbartsch ein Haufen gackernder Deutscher. Was ein Glück. Ich bin also definitiv wieder in Richtung Ostküste unterwegs. Die Anzahl Deutscher steigt und Gott sei Dank die Franzosen werden weniger.
Montag, 14. Februar 2011
Samstag, 12. Februar 2011
Abschied aus Perth
So, ich kann meine restliche Zeit in Perth an den Fingern abzählen. Okay, ich brauch dazu noch ne Hand von Jemand anders… 14 Finger ist dann doch ein wenig viel. Morgen Mittag komme ich hier weg. Nachdem ich eigentlich nur zwei Wochen in Perth bleiben wollte, bis die Kreditkarte wieder ausgeglichen ist. Was kann ich nun abschließend zu Perth sagen? Perth ist eine wirklich schöne Stadt. Wenn man durch Western Australia gurkt, sollte man hier auf jeden Fall herkommen. Es ist faszinierend wie man eine Metropole mitten in „Nichts“ stellen kann. Das Stadtzentrum lädt dank gemütlicher Einkaufspassagen zum verweilen ein. Es ist eine lebhafte aber gemütliche Stadt und bei weitem nicht so hektisch wie Sydney. Wer der Innenstadt entkommen will, kann dies mit den Stränden tun oder indem er mal raus fährt nach Freemantle. Wer sich für Botanik interessiert oder einfach einen schönen Blick über die Stadt haben will, ist mit dem Kings Park bestens bedient. Aber auch so gibt es in Perth viele Parkanlagen, welche alle sehr gemütlich sind, wenn auch meist von Straßen umgeben. Northbridge ist nachts ein Erlebnis und wohl noch besser wenn man irgendwo rein kommt ;-) Öffnungszeiten sind eine Angelegenheit für sich. Ab 19.00 Uhr muss man eigentlich nicht mehr in die Stadt. Außer Freitag, da hat alles irgendwie länger offen – komische Nummer. Wer Perth besucht sollte sich dafür jedoch nicht zu viel Zeit einplanen, denn wie ich es in den letzten Wochen schon „öfters“ mal geschrieben habe, es wird ziemlich schnell langweilig. So drei bis fünf Tage sind ausreichend. In der Zeit kann man alles sehen und noch seine Wäsche waschen, bevor man weiter reist. :-) So, danke fürs geduldige Lesen der Meldungen aus Perth in den letzten elf Wochen.
Ab morgen gibt es dann endlich wieder richtige Neuigkeiten. Der nächste Post wird dann nicht mehr in Western Australia geschrieben, sondern in South Australia. Ab nach Adelaide. Mal schauen ob mein Computer auch halbstündige Zeitverschiebungen verkraftet. Bis dann…
Ab morgen gibt es dann endlich wieder richtige Neuigkeiten. Der nächste Post wird dann nicht mehr in Western Australia geschrieben, sondern in South Australia. Ab nach Adelaide. Mal schauen ob mein Computer auch halbstündige Zeitverschiebungen verkraftet. Bis dann…
Argh! Perth und ich sind nicht kompatibel
Nachdem ich gestern einen Großteil meines Abends einfach damit beschäftigt war mich zu langweilen, traf ich um elf doch noch die beiden deutschen Mädels zufällig im Hostel. Ergebnis wir sind um halb zwölf nach Northbridge. Super. In einer Stadt in der normal alles um elf zu macht, gehen wir um halb zwölf weg. Im ersten Pub hat es dann auch nur für ein Kinderbier gereicht, dann haben sie auch schon zu gemacht. Kinderbier, da es dieses Mini-Pint-Maß war, Größenordnung kurz über Fingerhut. Also um zwölf wieder raus aus der Kneipe. In der Zwischenzeit hat sich Al zu uns gesellt, der ist hier im Hostel Nachtportier. Wir sind dann um zwölf weiter in einen Club, weil der ja noch bis um eins offen hat. Das war zumindest der Plan. Als wir um halb eins in der Schlange endlich vorne stehen, schaut der Security mich an und erklärt mir das der Führerschein nicht reicht, Eintritt nur gegen Vorlage des Passes. Aha! Das ist das erste Mal das ich in Australien meinen Pass brauche um irgendwo rein zu kommen. Selbst in Brisbane, wo der Laden sauteuer war, ist man mitm Führerschein reingekommen. Was will man machen, mit nem Security streiten? Wohl kaum, erst recht nicht, wenn noch eine riesige Schlange vor der Tür steht. Also hab ich mich um halb eins von den anderen verabschiedet und bin halt wieder ins Hostel. Als ich dann im Hostel war hat der Club eh gerade zu gemacht. Alles in allem kann ich wohl sagen Perth und ich vertragen uns nicht. Immer wenn ich mal weg wollte, ist es fulminant gescheitert.
Noch ein Wort zu meinem Mitbewohner. Ich hatte Recht. Asiate. Der hat mich mit so Oo Augen angeschaut, als ich um elf ins Zimmer kam und mich umgezogen hab. Ganz komischer Vogel. Der hat auch auf der nackten Matratze geschlafen. Ich frag mich, warum die hier das Bettzeug ausgeben. Um jetzt noch ein Klischee zu bedienen. Der Kerl hat gestunken. Ich hatte ja schon viele Raucher auf dem Zimmer, wenn man es aber nicht weiß, bekommt man es ja nicht mit, da das Rauchen in geschlossenen Räumen in Australien anscheinend allgemein verboten ist. Heißt: Die Raucher werden immer gut belüftet. Aber der Kerl… Ich weiß nicht ob er tagsüber in einem Räucherofen gearbeitet hat oder so. Furchtbar. Naja immerhin ist er heute im Lauf des Tages ausgezogen. Dafür ist ein Spanier eingezogen. Der scheint lustig zu sein. Der kommt gerade von einer zwei Wochen Campingtour von Adelaide nach Perth. Nach dem Einzug hab ich ihn jetzt aber nicht mehr gesehen. Der kennt sich erstaunlich gut in Deutschland aus. Wenn er wirklich von Mallorca kommt, wie er mal gemeint hat, wundert es mich auch nicht. Ich weiß aber nicht ob er das nur zum Spaß gesagt hat oder ernsthaft.
Hm, Dienstag war ich sehr kurzfristig im Kino. Es lief „Faster“. Es lebe die Selbstjustiz. Warum ich allerdings einen Film mit Dwayne Johnson mache, in dem es keine Prügelszenen gibt, ist mir nicht verständlich. Der Film ist was für die Couch, in ein Lichtspielhaus muss man dafür nicht extra, außer man ist grad in Perth und langweilt sich, dann vielleicht. Ich hatte übrigens während des Film eine sehr unangenehme Begegnung. Eine Abgesandte der australischen Gattung Arschlochschnake hat mich zu Beginn des Films drei Mal am linken Bein, genau über den Socken gestochen. Und ich sitz im Kino und denk mir, was ist denn jetzt los? Es juckt wie verrückt, bin ich wo dagegen gekommen und hab ne allergische Reaktion, am Bein? Später hat sie mich dann am rechten Bein erwischt. Und ungefähr zehn Minuten vor Filmende, hab ich sie erwischt. Haha! Keine Ahnung wie viele Leute im Saal sind und das Vieh piesackt ausgerechnet mich und hat dann nicht mal den Anstand weiterzufliegen, nein bleibt einfach da und schikaniert mich. Dafür hab ich sie dann zur Rechenschaft gezogen.
Letzte Woche arbeiten. Nach dem „hold“ am Mittwochabend, hab ich beschlossen, dass ich die email erst am Donnerstagmorgen im Geschäft lese. Um an dem Tag nicht komplett nur rumzusitzen und da ich es an sich nicht leiden kann, wenn Arbeit so halb unerledigt in der Luft hängt. Wer sich jetzt wundert, ich rede von angefangener Arbeit. Bis man was macht, kann es durchaus etwas dauern. Wenn aber die Deadline (gibt es einen adäquaten Ausdruck für Deadline im Deutschen?) näher rückt und man soll dann den ganzen Tag nur rumsitzen, das hat mir nicht behagt. Also hab ich am Donnerstag noch ein wenig an dem Konfigurationstool gearbeitet und hab dann abends meinem Chef gemeldet, dass ich alles für die Übergabe vorbereitet hab. Heute Morgen bekomme ich eine email, das das Konfigurationstool eigentlich am Mittwoch zum programmieren in die USA gegeben wurde. Deswegen auch bei mir „hold“. Tja das hätte er mir mal mitteilen sollen. Die Amerikaner „programmieren“ das jetzt mit JavaScript und HTML. Ist gut, ich hab das übrigens am Mittwoch auch gemacht, von 11.00 bis 19.00 Uhr. Wäre die Woche mal Jemand im Geschäft gewesen um sich mit mir zu unterhalten, hätte ich das auch verkünden können. Das wird übrigens auch nicht in eine Anwendung passen. Ich hab nur für die Oberfläche und die Variablen in JavaScript 45kb gehabt. Da ist noch keine Logik auf der Seite und erst rechte keine Kommunikation zum Server. Wenn mich mal Jemand gefragt hätte…
Also mein Chef war diese Woche zweimal morgens da und am Freitagmittag machen wir dann Übergabe. Okay. Nachdem ich also heute Morgen erfahren habe, warum „hold“ hab ich den Tag noch intensiver genutzt als gestern und habe mich quasi zum facebook und youtube Vollprofi gemausert. Immerhin hab ich das Zugeständnis gemacht, das sie mich für Donnerstag und Freitag nicht voll bezahlen müssen, wenn ich schon das „hold “ ignoriere. Auf der anderen Seite hatte ich 1,5 Tage freies schnelles Internet, mehr gab es in Perth für mich eh nicht mehr zu tun. So heute Übergabe am Mittag: Um zwölf hat mir Shubha mitgeteilt, das Simon sich nicht wohl fühlt und nicht ins Büro kommt, ich soll ihm den Kram doch bitte per email schicken. Hurra! Ein schlimmeres Ende eines Arbeitsverhältnisses ohne Streit, kann ich mir so im Moment nicht ausmalen. Ich hab ihm dann ne Kurzanleitung getippt, wie er den Kram zu benutzen hat. Das war es. Er war telefonisch auch nicht mehr zu erreichen. Anscheinend wirklich krank. Australier – nix gewöhnt.
Noch ein Wort zur Finanzlage, der Mensch der mir das Geld überweist, war heute auf Beerdigung. Der macht jetzt am Montag die Abrechnung und den Steuerkram. Damit ich nicht vollkommen mittellos bin hab ich heute quasi eine Anzahlung bekommen. Juhu.
Dieses Ende kommt zu meiner Liste der glorreichen Abgänge. Werner von Siemens Schule: Bücherrückgabe und Zeugnisübergabe in der Abstellkammer während der Pause. Beschäftigungsende bei Daimler und Telekom: „Ich geh dann mal…“ und nicht zu vergessen die Hochschule Mannheim: „Sind alle Unterlagen da? Gut, Zeugnis bekommen sie in 6 – 8 Wochen“. Jahrelang dort studiert, letztlich erfolgreich beendet und es juckt Niemanden. Ich wollte einmal nen Abschluss haben wie man sie aus den amerikanischen Filmen kennt…
Ein Anekdote zum Thema Apple Computer Ich zitiere von GBO:
„Also ich erklär' dir das mal ...
Linux ist für Leute die Ahnung haben.
Windows ist für Leute die KEINE Ahnung haben.
...und Mac ist für Leute die selbst für Windows zu doof sind ! „
Gibt nicht meine Meinung wieder, ich kenne einige gute Programmierer die auf nem Mac arbeiten (und Christian ;-) entschuldige, ich konnte nicht widerstehen). Aber unter diesem Gesichtspunkt muss ich jetzt erläutern, dass ich heute Mac-Support geleistet habe. Hier im Hostel saß einer an einem neuen MacBook, Kostenpunkt ab 999€. Dieser Mensch hat mich wirklich gefragt, wie er denn ein Fenster maximieren kann. Was zum Teufel macht so Jemand mit so einem Computer. Der Kerl war offensichtlich zu doof das schlüssige Mac Bedienungskonzept zu benutzen. Zur Erklärung. Beim Mac gibt es „Minimieren, Maximieren und Schließen“ nicht oben rechts in dieser Form, sondern oben links als lustige farbige Punkte.
Das ist so dermaßen Basiswissen auf dem System – das weiß ich und ich habe noch nie mit einem Mac gearbeitet, geschweige denn besitze ich einen.
Um wieder eine Analogie zum Auto zu finden: Ich weiß nicht wo Gas und Bremse ist, gerade aus fahren kann ich grad so, abbiegen nicht aber ich hab mir mal nen Mercedes gekauft. Hat man Worte…
Zum Schluss in eigener Sache, ich erwäge meine Religion zu wechseln und zum Dudeism zu konvertieren. Hier -> steht warum. Das ist so herrlich unproblematisch. :-)
Noch ein Wort zu meinem Mitbewohner. Ich hatte Recht. Asiate. Der hat mich mit so Oo Augen angeschaut, als ich um elf ins Zimmer kam und mich umgezogen hab. Ganz komischer Vogel. Der hat auch auf der nackten Matratze geschlafen. Ich frag mich, warum die hier das Bettzeug ausgeben. Um jetzt noch ein Klischee zu bedienen. Der Kerl hat gestunken. Ich hatte ja schon viele Raucher auf dem Zimmer, wenn man es aber nicht weiß, bekommt man es ja nicht mit, da das Rauchen in geschlossenen Räumen in Australien anscheinend allgemein verboten ist. Heißt: Die Raucher werden immer gut belüftet. Aber der Kerl… Ich weiß nicht ob er tagsüber in einem Räucherofen gearbeitet hat oder so. Furchtbar. Naja immerhin ist er heute im Lauf des Tages ausgezogen. Dafür ist ein Spanier eingezogen. Der scheint lustig zu sein. Der kommt gerade von einer zwei Wochen Campingtour von Adelaide nach Perth. Nach dem Einzug hab ich ihn jetzt aber nicht mehr gesehen. Der kennt sich erstaunlich gut in Deutschland aus. Wenn er wirklich von Mallorca kommt, wie er mal gemeint hat, wundert es mich auch nicht. Ich weiß aber nicht ob er das nur zum Spaß gesagt hat oder ernsthaft.
Hm, Dienstag war ich sehr kurzfristig im Kino. Es lief „Faster“. Es lebe die Selbstjustiz. Warum ich allerdings einen Film mit Dwayne Johnson mache, in dem es keine Prügelszenen gibt, ist mir nicht verständlich. Der Film ist was für die Couch, in ein Lichtspielhaus muss man dafür nicht extra, außer man ist grad in Perth und langweilt sich, dann vielleicht. Ich hatte übrigens während des Film eine sehr unangenehme Begegnung. Eine Abgesandte der australischen Gattung Arschlochschnake hat mich zu Beginn des Films drei Mal am linken Bein, genau über den Socken gestochen. Und ich sitz im Kino und denk mir, was ist denn jetzt los? Es juckt wie verrückt, bin ich wo dagegen gekommen und hab ne allergische Reaktion, am Bein? Später hat sie mich dann am rechten Bein erwischt. Und ungefähr zehn Minuten vor Filmende, hab ich sie erwischt. Haha! Keine Ahnung wie viele Leute im Saal sind und das Vieh piesackt ausgerechnet mich und hat dann nicht mal den Anstand weiterzufliegen, nein bleibt einfach da und schikaniert mich. Dafür hab ich sie dann zur Rechenschaft gezogen.
Letzte Woche arbeiten. Nach dem „hold“ am Mittwochabend, hab ich beschlossen, dass ich die email erst am Donnerstagmorgen im Geschäft lese. Um an dem Tag nicht komplett nur rumzusitzen und da ich es an sich nicht leiden kann, wenn Arbeit so halb unerledigt in der Luft hängt. Wer sich jetzt wundert, ich rede von angefangener Arbeit. Bis man was macht, kann es durchaus etwas dauern. Wenn aber die Deadline (gibt es einen adäquaten Ausdruck für Deadline im Deutschen?) näher rückt und man soll dann den ganzen Tag nur rumsitzen, das hat mir nicht behagt. Also hab ich am Donnerstag noch ein wenig an dem Konfigurationstool gearbeitet und hab dann abends meinem Chef gemeldet, dass ich alles für die Übergabe vorbereitet hab. Heute Morgen bekomme ich eine email, das das Konfigurationstool eigentlich am Mittwoch zum programmieren in die USA gegeben wurde. Deswegen auch bei mir „hold“. Tja das hätte er mir mal mitteilen sollen. Die Amerikaner „programmieren“ das jetzt mit JavaScript und HTML. Ist gut, ich hab das übrigens am Mittwoch auch gemacht, von 11.00 bis 19.00 Uhr. Wäre die Woche mal Jemand im Geschäft gewesen um sich mit mir zu unterhalten, hätte ich das auch verkünden können. Das wird übrigens auch nicht in eine Anwendung passen. Ich hab nur für die Oberfläche und die Variablen in JavaScript 45kb gehabt. Da ist noch keine Logik auf der Seite und erst rechte keine Kommunikation zum Server. Wenn mich mal Jemand gefragt hätte…
Also mein Chef war diese Woche zweimal morgens da und am Freitagmittag machen wir dann Übergabe. Okay. Nachdem ich also heute Morgen erfahren habe, warum „hold“ hab ich den Tag noch intensiver genutzt als gestern und habe mich quasi zum facebook und youtube Vollprofi gemausert. Immerhin hab ich das Zugeständnis gemacht, das sie mich für Donnerstag und Freitag nicht voll bezahlen müssen, wenn ich schon das „hold “ ignoriere. Auf der anderen Seite hatte ich 1,5 Tage freies schnelles Internet, mehr gab es in Perth für mich eh nicht mehr zu tun. So heute Übergabe am Mittag: Um zwölf hat mir Shubha mitgeteilt, das Simon sich nicht wohl fühlt und nicht ins Büro kommt, ich soll ihm den Kram doch bitte per email schicken. Hurra! Ein schlimmeres Ende eines Arbeitsverhältnisses ohne Streit, kann ich mir so im Moment nicht ausmalen. Ich hab ihm dann ne Kurzanleitung getippt, wie er den Kram zu benutzen hat. Das war es. Er war telefonisch auch nicht mehr zu erreichen. Anscheinend wirklich krank. Australier – nix gewöhnt.
Noch ein Wort zur Finanzlage, der Mensch der mir das Geld überweist, war heute auf Beerdigung. Der macht jetzt am Montag die Abrechnung und den Steuerkram. Damit ich nicht vollkommen mittellos bin hab ich heute quasi eine Anzahlung bekommen. Juhu.
Dieses Ende kommt zu meiner Liste der glorreichen Abgänge. Werner von Siemens Schule: Bücherrückgabe und Zeugnisübergabe in der Abstellkammer während der Pause. Beschäftigungsende bei Daimler und Telekom: „Ich geh dann mal…“ und nicht zu vergessen die Hochschule Mannheim: „Sind alle Unterlagen da? Gut, Zeugnis bekommen sie in 6 – 8 Wochen“. Jahrelang dort studiert, letztlich erfolgreich beendet und es juckt Niemanden. Ich wollte einmal nen Abschluss haben wie man sie aus den amerikanischen Filmen kennt…
Ein Anekdote zum Thema Apple Computer Ich zitiere von GBO:
„Also ich erklär' dir das mal ...
Linux ist für Leute die Ahnung haben.
Windows ist für Leute die KEINE Ahnung haben.
...und Mac ist für Leute die selbst für Windows zu doof sind ! „
Gibt nicht meine Meinung wieder, ich kenne einige gute Programmierer die auf nem Mac arbeiten (und Christian ;-) entschuldige, ich konnte nicht widerstehen). Aber unter diesem Gesichtspunkt muss ich jetzt erläutern, dass ich heute Mac-Support geleistet habe. Hier im Hostel saß einer an einem neuen MacBook, Kostenpunkt ab 999€. Dieser Mensch hat mich wirklich gefragt, wie er denn ein Fenster maximieren kann. Was zum Teufel macht so Jemand mit so einem Computer. Der Kerl war offensichtlich zu doof das schlüssige Mac Bedienungskonzept zu benutzen. Zur Erklärung. Beim Mac gibt es „Minimieren, Maximieren und Schließen“ nicht oben rechts in dieser Form, sondern oben links als lustige farbige Punkte.
Das ist so dermaßen Basiswissen auf dem System – das weiß ich und ich habe noch nie mit einem Mac gearbeitet, geschweige denn besitze ich einen.
Um wieder eine Analogie zum Auto zu finden: Ich weiß nicht wo Gas und Bremse ist, gerade aus fahren kann ich grad so, abbiegen nicht aber ich hab mir mal nen Mercedes gekauft. Hat man Worte…
Zum Schluss in eigener Sache, ich erwäge meine Religion zu wechseln und zum Dudeism zu konvertieren. Hier -> steht warum. Das ist so herrlich unproblematisch. :-)
Freitag, 11. Februar 2011
Letzte Impressionen von Perth
Nachdem heute mein letzter Tag in Perth ist - juhu - noch ein paar letzte Impressionen
Denkmal im Kings Park für im Dienst getötete Feuerwehrmänner
Figuren auf der St. George Terrace.
Noch ein wenig Perth CBD
Government House inkl. Park
Der Ausblick aus dem Fenster meines neuen und letzten Zimmers in Perth
Denkmal im Kings Park für im Dienst getötete Feuerwehrmänner
Figuren auf der St. George Terrace.
Noch ein wenig Perth CBD
Government House inkl. Park
Der Ausblick aus dem Fenster meines neuen und letzten Zimmers in Perth
Donnerstag, 10. Februar 2011
Ich glaub ich steh im Wald
Neben akuter Langeweile bringen mich folgende Gründe zum Schreiben eines Posts unter der Woche.
Nummer 1) Ich habe heute meinen Raum gewechselt. Als ich am Montag mein Bett länger besetzen wollte hat mir Charly mitgeteilt, dass alle Viererzimmer für diese Woche schon ausgebucht sind. Jetzt bin ich vorhin in ein Sechserzimmer gezogen. Sehr sonderbar, es sind wohl im Moment nur zwei ODER drei Betten belegt. Ich bin nicht sicher, denn mein Bett ist im Moment das einzige, welches überzogen ist. Ich weiß nicht wer noch da übernachtet, sind aber Asiaten. Warum? Indiz 1: Da steht ein riesiger Koffer im Raum. Nur, ausschließlich, also wirklich nur Asiaten reisen mit Koffern dieser Größenordnung. Indiz 2: Irgendwelche Schlappen, welche eigentlich nur aus komisch vernähtem Stoff bestehen. Jeder Zugehörige eines westlichen Kulturkreises, würde die Dinger nur zerstören. Das sieht aus, wie im Flugzeug geklaut. Indiz 3: Komischer Kram. In dem Zimmer stehen haufenweise angebrochenen Flaschen rum, außerdem liegt ein Telefonkarton auf dem einen Bett. Letztes Indiz: Irgendwelche Papiere auf denen diese lustige Zeichenschrift steht. Naja, ich bleib ja nur zwei Nächte. Immerhin konnte ich in Ruhe einziehen. Es gibt nix schlimmeres, als wenn man wo hinkommt und die bereits vorhandenen Bewohner hocken im Zimmer und man kann nicht in Ruhe seinen Kram auspacken. Auspacken ist gut, ich benötige inzwischen etwa drei Minuten um mich komplett heimisch einzurichten. Ich wohne jetzt direkt an der Bahn, welch ein Spaß! Ich hab Bilder gemacht, die liefere ich morgen nach. Die muss ich beim arbeiten hochladen, dann verbrauche ich nicht so viel von meinen Datenvolumen – zum letzten Mal.
Nummer 2) Sollte Jemand mit dem Gedanken spielen auszuwandern und hat aber gar keinen Dunst, was er machen soll. Bewerbt euch für eine YHA Lizenz für Perth. Dieses Hostel ist seit Wochen ausgebucht. Auch heute wieder, was bedeutet, das irgendwann heute nach wieder Leute ins Zimmer gepoltert kommen. Wenn ich jetzt überlege, dass die einfachen Zimmer $32 kosten –die haben an die 160 Betten, macht: $5120 Umsatz pro Nacht. Personalkosten nehmen wir raus, das bezahlen die Leute, welche die teuren Zimmer bewohnen, die Kosten bis zu $110 (Familienzimmer bis $140). Und bei Vollbelegung, wohnt da also auch Jemand.
Nummer 3) Arbeiten endet morgen und war diese Woche eine Mischung aus Wahnsinn und Resignation. Nachdem ich mit dem Programm, wofür ich angestellt wurde, endlich fertig bin, auch mit den unzähligen Unterbrechungen seitens meines Chefs, wollte ich diese Woche noch schnell das zweite Programm bauen, bis ich mal gesehen habe, was der von mir will. Also eigentlich will er eine direkte Kopie des Tools, welches er zur Konfiguration der Geräte für den normalen PC Betrieb gebaut hat. Ich hab dann mal nur die Oberfläche zusammen gebaut. Die hat 67kB – wer nichts damit anfangen kann, soll es bitte einfach so hinnehmen. Insgesamt darf allerdings ALLES nicht größer als 64kb werden. Ich habe da noch nicht die Klassen zur Kommunikation drin und keinerlei Programmlogik.
Um das mal in ein geläufigeres Umfeld zu bringen: Man kann keinen Mercedes kaufen, wenn man nur Geld für nen Corsa hat.
Nachdem ich den Speicherbedarf mehrfach bemängelt habe + die Tatsache, dass mein fertiges Programm nicht getestet werden kann, hat mein Chef mich gestern gebeten doch alles mal auf „hold“ zu setzen. Sie (die Geschäftsleitung) werden sich bemühen Jemanden zu finden, der das alles aus einer Hand machen kann. Naja, viel Spaß und viel Erfolg. Ich weiß nicht wie viele C-Embedded Programmierer sich auch mit Java Applets auskennen. Hintergrund ist der, das ich am Mittwoch endlich mal eine Geräteversion zum Testen bekommen habe, Termin war letzte Woche… Natürlich funktioniert es nicht. Wobei ich meinen Teil ausschließen kann. Die Methoden sind sauber getestet und laufen. Was nicht geklappt hat war die Verbindung. Das ist der Teil der nicht von mir ist. Hurra, gut für mich, schlecht für die Firma. Im Moment arbeiten fünf Leute gleichzeitig an fünf verschiedenen Enden. Wenn mich Jemand fragen würde, das kann nur scheitern. Alle die daran arbeiten (außer mir, ich war ja Vollzeit beschäftigt) machen das irgendwo zwischen Tag und Nacht, neben ihrem normalen Beruf. Mich fragt aber keiner bzw. was ich bisher gesagt habe wurde irgendwie zurück gestellt. Im Prinzip kann mir das ja egal sein. Mir kommt das eh alles mehr wie ein Ferienjob vor. Die wollen ja damit Geld verdienen. Das einzige, was mich noch beschäftigt ist die Tatsache, dass ich noch n Haufen Geld zu bekommen habe. Bisher haben sie immer bezahlt, wenn auch spät, ich bin also zuversichtlich.
Ich schau hier gerade bei einem Asiaten auf den Monitor. Faszinierend, wie aus 25 Buchstaben auf der Tastatur ein abstraktes Kunstwerk an Schriftzeichen auf dem Monitor wird.
So, weiß ich noch was zu berichten? Ich glaub im Moment nicht… Wer Fehler findet, darf sie behalten. :-)
Nummer 1) Ich habe heute meinen Raum gewechselt. Als ich am Montag mein Bett länger besetzen wollte hat mir Charly mitgeteilt, dass alle Viererzimmer für diese Woche schon ausgebucht sind. Jetzt bin ich vorhin in ein Sechserzimmer gezogen. Sehr sonderbar, es sind wohl im Moment nur zwei ODER drei Betten belegt. Ich bin nicht sicher, denn mein Bett ist im Moment das einzige, welches überzogen ist. Ich weiß nicht wer noch da übernachtet, sind aber Asiaten. Warum? Indiz 1: Da steht ein riesiger Koffer im Raum. Nur, ausschließlich, also wirklich nur Asiaten reisen mit Koffern dieser Größenordnung. Indiz 2: Irgendwelche Schlappen, welche eigentlich nur aus komisch vernähtem Stoff bestehen. Jeder Zugehörige eines westlichen Kulturkreises, würde die Dinger nur zerstören. Das sieht aus, wie im Flugzeug geklaut. Indiz 3: Komischer Kram. In dem Zimmer stehen haufenweise angebrochenen Flaschen rum, außerdem liegt ein Telefonkarton auf dem einen Bett. Letztes Indiz: Irgendwelche Papiere auf denen diese lustige Zeichenschrift steht. Naja, ich bleib ja nur zwei Nächte. Immerhin konnte ich in Ruhe einziehen. Es gibt nix schlimmeres, als wenn man wo hinkommt und die bereits vorhandenen Bewohner hocken im Zimmer und man kann nicht in Ruhe seinen Kram auspacken. Auspacken ist gut, ich benötige inzwischen etwa drei Minuten um mich komplett heimisch einzurichten. Ich wohne jetzt direkt an der Bahn, welch ein Spaß! Ich hab Bilder gemacht, die liefere ich morgen nach. Die muss ich beim arbeiten hochladen, dann verbrauche ich nicht so viel von meinen Datenvolumen – zum letzten Mal.
Nummer 2) Sollte Jemand mit dem Gedanken spielen auszuwandern und hat aber gar keinen Dunst, was er machen soll. Bewerbt euch für eine YHA Lizenz für Perth. Dieses Hostel ist seit Wochen ausgebucht. Auch heute wieder, was bedeutet, das irgendwann heute nach wieder Leute ins Zimmer gepoltert kommen. Wenn ich jetzt überlege, dass die einfachen Zimmer $32 kosten –die haben an die 160 Betten, macht: $5120 Umsatz pro Nacht. Personalkosten nehmen wir raus, das bezahlen die Leute, welche die teuren Zimmer bewohnen, die Kosten bis zu $110 (Familienzimmer bis $140). Und bei Vollbelegung, wohnt da also auch Jemand.
Nummer 3) Arbeiten endet morgen und war diese Woche eine Mischung aus Wahnsinn und Resignation. Nachdem ich mit dem Programm, wofür ich angestellt wurde, endlich fertig bin, auch mit den unzähligen Unterbrechungen seitens meines Chefs, wollte ich diese Woche noch schnell das zweite Programm bauen, bis ich mal gesehen habe, was der von mir will. Also eigentlich will er eine direkte Kopie des Tools, welches er zur Konfiguration der Geräte für den normalen PC Betrieb gebaut hat. Ich hab dann mal nur die Oberfläche zusammen gebaut. Die hat 67kB – wer nichts damit anfangen kann, soll es bitte einfach so hinnehmen. Insgesamt darf allerdings ALLES nicht größer als 64kb werden. Ich habe da noch nicht die Klassen zur Kommunikation drin und keinerlei Programmlogik.
Um das mal in ein geläufigeres Umfeld zu bringen: Man kann keinen Mercedes kaufen, wenn man nur Geld für nen Corsa hat.
Nachdem ich den Speicherbedarf mehrfach bemängelt habe + die Tatsache, dass mein fertiges Programm nicht getestet werden kann, hat mein Chef mich gestern gebeten doch alles mal auf „hold“ zu setzen. Sie (die Geschäftsleitung) werden sich bemühen Jemanden zu finden, der das alles aus einer Hand machen kann. Naja, viel Spaß und viel Erfolg. Ich weiß nicht wie viele C-Embedded Programmierer sich auch mit Java Applets auskennen. Hintergrund ist der, das ich am Mittwoch endlich mal eine Geräteversion zum Testen bekommen habe, Termin war letzte Woche… Natürlich funktioniert es nicht. Wobei ich meinen Teil ausschließen kann. Die Methoden sind sauber getestet und laufen. Was nicht geklappt hat war die Verbindung. Das ist der Teil der nicht von mir ist. Hurra, gut für mich, schlecht für die Firma. Im Moment arbeiten fünf Leute gleichzeitig an fünf verschiedenen Enden. Wenn mich Jemand fragen würde, das kann nur scheitern. Alle die daran arbeiten (außer mir, ich war ja Vollzeit beschäftigt) machen das irgendwo zwischen Tag und Nacht, neben ihrem normalen Beruf. Mich fragt aber keiner bzw. was ich bisher gesagt habe wurde irgendwie zurück gestellt. Im Prinzip kann mir das ja egal sein. Mir kommt das eh alles mehr wie ein Ferienjob vor. Die wollen ja damit Geld verdienen. Das einzige, was mich noch beschäftigt ist die Tatsache, dass ich noch n Haufen Geld zu bekommen habe. Bisher haben sie immer bezahlt, wenn auch spät, ich bin also zuversichtlich.
Ich schau hier gerade bei einem Asiaten auf den Monitor. Faszinierend, wie aus 25 Buchstaben auf der Tastatur ein abstraktes Kunstwerk an Schriftzeichen auf dem Monitor wird.
So, weiß ich noch was zu berichten? Ich glaub im Moment nicht… Wer Fehler findet, darf sie behalten. :-)
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